Der einflussreiche mexikanische Künstler Francisco Toledo ist gestorben. Das teilte am Donnerstagabend (Ortszeit) seine Tochter mit. Laut Medienberichten war Toledo seit mehren Monaten krank gewesen.

Toledo wurde 79 Jahre alt. Er galt als Mexikos bedeutendster zeitgenössischer Maler und Bildhauer. Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador würdigte ihn auf Twitter als "großen Maler sowie herausragenden Kulturförderer". Des Weiteren lobte er Toledos Engagement für Naturschutz und mexikanische Traditionen.

Der Künstler gehörte dem Volk der Zapoteken an, einer indigenen Minderheit im südlichen Bundesstaat Oaxaca. Er war ein Schüler des ebenfalls aus Oaxaca kommenden Malers Rufino Tamayo (1899-1991). Toledos Werke sind geprägt von Tierbildern und mythologischen Figuren. Er setzte sich künstlerisch aber auch mit der Gewalt in dem lateinamerikanischen Land auseinander, etwa 2015 in einer Duelo (Trauer) betitelten Ausstellung in Mexiko-Stadt.

Vor einigen Jahren schenkte Toledo seiner Heimat ein Museum. Das Institut für Grafische Kunst Oaxaca beherberge mehr als 125.000 Objekte, teilte der Nationale Kulturrat 2015 mit. Zu der Schenkung gehörten demnach zwei Häuser und eine Bibliothek mit Bildern, Videos und Tonbandaufnahmen.