Manfred Schneckenburger, der zweimal die Kunstausstellung documenta geleitet hat, ist tot. Zwei Tage nach seinem 81. Geburtstag starb er am Montag im Herzzentrum der Uni Köln, wie seine Ehefrau über einen befreundeten Kölner Kurator am Donnerstag mitteilen ließ. Der in Stuttgart geborene Schneckenburger war in den Jahren 1977 und 1987 künstlerischer Leiter der documenta in Kassel und betonte dabei nach Angaben der Ausstellungsveranstalter insbesondere die gesellschaftspolitische Verantwortung von Kunst.

Neben dem Begründer Arnold Bode war Schneckenburger der einzige Kurator, der mehr als einmal die Leitung der bedeutenden internationalen Ausstellung innehatte. Er lebte zuletzt in Köln.

Die documenta hat sich seit ihrer ersten Ausgabe 1955 mit stetig steigenden Besucherzahlen zur weltweit bedeutendsten Schau für zeitgenössische Kunst entwickelt. Eine ähnliche Größenordnung erreicht nur die Biennale von Venedig. Seit 1972 findet die documenta im Fünfjahresrhythmus statt. Die documenta 15 ist vom 18. Juni bis 25. September 2022 in Kassel geplant. Sie soll vom indonesischen Künstlerkollektiv Ruangrupa kuratiert werden.