Das Ludwig Museum in Koblenz hat laut einem Bericht des Südwestrundfunks sechs bekannte Werke des Künstlers Anselm Kiefer wiedergefunden, die in China verloren gegangen waren. Nach Angaben der Museumsleitung befinden sie sich zurzeit vollständig und im guten Zustand in einem Kunstlager in Shenzhen, wie das SWR-Studio Koblenz am Mittwoch berichtete.

Monatelang war demnach völlig unklar, was mit den Kunstwerken geschehen war. Unter anderem gab es Spekulationen, sie seien auf dem chinesischen Schwarzmarkt verschwunden.

Die sechs Werke aus Koblenz sollten dem Bericht zufolge mit fast 300 weiteren aus Deutschland bei einer Museumseröffnung in Shenzhen ausgestellt werden. Die Eröffnung habe sich jedoch verschoben und die Spur der Bilder sich anschließend verloren, hieß es.

Die Rückführung wird blockiert

Laut SWR fand die Direktorin des Koblenzer Ludwig Museums, Beate Reifenscheid, die Bilder nun nach eigenen Angaben in dem Lager in Shenzhen und konnte sie auch begutachten. Demnach befinden sie sich in einem guten Zustand. Allerdings verzögere sich die Rückführung, weil die Eigentümerin des Lagers die Herausgabe blockiere.

Jetzt soll das Rechtsamt der Stadt Koblenz die genauen Hintergründe klären, heißt es weiter in dem Bericht. Auch das Auswärtige Amt sei nach Angaben der Stadt eingeschaltet. Bei den sechs Kunstwerken handelt es sich dem Bericht zufolge um Leihgaben von privaten Kunstsammlern. Einige hatten demnach bei der Stadt Koblenz bereits Sorge über den Verbleib der Werke geäußert.