Der Berliner Anwalt und Autor Ferdinand von Schirach ist neuer Träger des Kleist-Preises. Er erhielt die Auszeichnung für seinen Erzählband Verbrechen . Mit dem Buch habe von Schirach "das meistbeachtete Debüt der deutschen Literatur 2009" vorgelegt, hatte die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft die Wahl begründet. Der mit 20.000 Euro dotierte Literaturpreis wurde im Berliner Ensemble übergeben, die Laudatio hielt der Schriftsteller Bernd Eilert.

Von Schirach brachte in diesem Sommer mit Schuld bereits seinen zweiten Band mit ungewöhnlichen Kriminalfällen heraus. Derzeit schreibt der 46-Jährige ein neues Buch. "Es werden keine Kurzgeschichten mehr sein", sagte von Schirach. Titel und Erscheinungstermin will er aber noch nicht verraten. Seit 1994 arbeitet von Schirach als Anwalt in Berlin. Er verteidigte unter anderem Ex-SED-Funktionär Günter Schabowski .

Der erstmals in der Weimarer Republik vergebene Literaturpreis wurde 1985 durch die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft wiederbegründet. Die Literatur-Auszeichnung ging seitdem unter anderem an Heiner Müller, Ernst Jandl, Daniel Kehlmann und Herta Müller.