Der Man-Booker-Literaturpreis geht in diesem Jahr an den Autor Julian Barnes. Der 65-Jährige nahm den Preis in London für seinen Roman The Sense of an Ending entgegen. Der Booker Prize ist mit 50.000 britischen Pfund (rund 57.000 Euro) dotiert und wird jährlich vergeben.

In seinem preisgekrönten Buch beschreibt Barnes die Geschichte eines Mannes in mittleren Jahren, der Schwierigkeiten hat, sein Leben auf die Reihe zu bekommen, nachdem er den Brief eines Anwalts erhalten hat. Die Erinnerungen, die er von sich selbst hatte, stimmen nicht mehr exakt mit der Realität überein. Barnes war schon drei Mal für den Booker Prize nominiert gewesen, hatte ihn aber nie gewonnen.

Barnes dankte "den Verlegern für ihre Weisheit und den Sponsoren für ihren Scheck". Jon Howells vom Buchhändler Waterstones sagte, das Buch sei "ein brillanter Roman, einer der sich dem Leser in den Kopf brennt, noch lange nachdem er aufgehört hat zu lesen". Stella Rimington, Mitglied der fünfköpfigen Jury, erklärte: "Wir dachten, es ist ein sehr schön geschriebenes Buch. Wir dachten, es ist ein Buch, das die Menschheit des 21. Jahrhunderts anspricht."

Die Auszeichnung wird seit 1969 verliehen und gilt als eine der wichtigsten literarischen Ehrungen für englischsprachige Autoren aus Großbritannien, dem Commonwealth sowie aus Irland. Im vergangenen Jahr hatte der britische Schriftsteller Howard Jacobson für The Finkler Question den Preis gewonnen.