Herbert Rosendorfer starb am Donnerstag im Alter von 78 Jahren im Krankenhaus von Bozen , berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Der Südtiroler Autor schrieb Romane, Erzählungen, Theaterstücke, Abhandlungen zur Musik und Reiseführer. Bekannt wurde Rosendorfer mit dem Roman Der Ruinenbaumeister von 1969, sein kommerziell größter Erfolg war der Beststeller Briefe in die chinesische Vergangenheit aus dem Jahr 1983. Zuletzt erschien sein Roman Huturm .

Herbert Rosendorfer wurde 1934 in Bozen geboren. Nach dem Abitur studierte er Bühnenbildnerei an der Akademie der Bildenden Künste in München , 1954 wandte er sich der Juristerei zu. "Ich wollte doch etwas Solides machen und habe es nie bereut", sagte er. Im Jahr 1967 wurde er Amtsrichter in München, von 1993 an war der Autor Richter am Oberlandesgericht in Naumburg.

Nach seiner Pensionierung kehrte Rosendorfer nach Südtirol zurück, wo er mit seiner dritten Frau und der gemeinsamen Tochter lebte. Dort widmete er sich hauptsächlich der Literatur. "Ich könnte gar nicht anders als weiterzuschreiben", sagte Rosendorfer in einem Interview zu seinem 75. Geburtstag. "Wie die Kuh Milch gibt, um es mit Richard Strauss zu sagen."

Rosendorfer wurde mit mehrfach geehrt, unter anderem dem Jean-Paul-Preis, dem Münchner Literaturpreis und dem Bundesverdienstkreuz.