Die Harry-Potter-Erfinderin Joanne K. Rowling hat wütend auf die Aufdeckung ihres Pseudonyms reagiert. Extrem wenige Leute hätten davon gewusst, dass sie unter dem Namen Robert Galbraith den Krimi A Cuckoo's Calling (Der Ruf des Kuckucks) geschrieben habe, selbst enge Freunde seien nicht eingeweiht gewesen, schrieb sie in einer Stellungnahme.

Zuvor war bekannt geworden, wer das Geheimnis verraten hatte: Die Kanzlei Russels, die Rowlings Rechte vertritt, hatte es zugegeben. Einer ihrer Anwälte hätte der besten Freundin seiner Frau erzählt, dass sich Rowling hinter dem Pseudonym Robert Galbraith verberge. Die Frau twitterte darüber, die Sunday Times berichtete daraufhin am vergangenen Wochenende.  

"Zu sagen, dass ich enttäuscht wäre, ist untertrieben", schrieb Rowling in ihrer Stellungnahme. "Ich hatte erwartet, dass ich vollste Geheimhaltung von Russells erwarten könnte, eine professionelle Firma mit einem guten Ruf, und ich bin sehr wütend, dass mein Vertrauen missbraucht wurde."    

An der Spitze der Bestsellerlisten

Zuvor war spekuliert worden, ob Rowling oder ihr Verlag das Geheimnis gelüftet hätten. Denn nach der Enthüllung vervielfachten sich die Verkäufe von A Cuckoo's Calling, mittlerweile ist das Buch an der Spitze der britischen Bestsellerlisten. Der Verlag Little, Brown and Company hat daraufhin den Druck von 300.000 weiteren Büchern in Auftrag gegeben.

Die Anwaltskanzlei entschuldigte sich bei Rowling. Zudem stellte sie klar: "Wir können bestätigen, dass diese Enthüllung kein Bestandteil eines Marketing-Plans war und dass weder J.K. Rowling, ihr Agent noch Verleger daran in irgendeiner Weise beteiligt waren."