Der Georg-Büchner-Preis geht an den Schriftsteller Jürgen Becker. Das teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt mit. In der Begründung der Jury heißt es, Becker sei eine maßgebliche Stimme der zeitgenössischen Poesie. Sein Werk habe die deutschsprachige Dichtung über Generationen entscheidend geprägt. "Seine Gedichte leben aus einer sensiblen, sinnlichen, neugierigen Weltzugewandtheit und einer vollendeten, dabei ganz unaufdringlichen Sprachkunst." Die Gedichte des Autors lehrten den Leser, "unsere Welt und unsere Sprache aufmerksamer wahrzunehmen".

Becker erhielt für seine Gedichte, seine Prosa und auch seine Hörspiele bereits zahlreiche Preise, unter anderem den Uwe-Johnson-Preis  im Jahr 2001 und den Günter-Eich-Preis 2013. Er ist Mitglied der Akademie der Künste, Berlin, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Geboren wurde Becker in Köln. Er arbeitete für den WDR und später für die Verlage Rowohlt und Suhrkamp. Von 1974 bis 1994 leitete er die Hörspielredaktion des Deutschlandfunks in Köln. Er schrieb zunächst experimentelle Prosa und wurde erst später als Lyriker bekannt. Zuletzt erschien ein Gedichtband mit dem Titel Scheunen im Gelände. Gedichte mit Collagen von Rango Bohne(2012). Becker ist mit der Malerin Rango Bohne verheiratet und lebt in Köln und Odenthal.

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland. Er soll am 25. Oktober in Darmstadt verliehen werden.