Gruppe A:

Octavio Paz © Dieter Roosen/dpa

Die brasilianische Literatur hat weit mehr zu bieten als den Wohlfühlautor, der mit C anfängt und mit Oelho aufhört. Daniel Galera zum Beispiel. Im vergangenen Jahr erschien sein Roman Flut auf Deutsch, ein Buch über das meeresberauschte Dasein, über die Selbsterkundung eines jungen Mannes, klar und karg. Zur Eröffnung dieses Buch einfach mal mit den herzbesoffenen, lakonischen Figuren aus Ausfahrt Zagreb-Süd kurzschließen, das der Kroate Edo Popovic geschrieben hat. Das wäre ein Anfang! Danach etwas vom Mexikaner Octavio Paz. In Das fünfarmige Delta, dem letzten Lyrikband des Schriftstellers,  in dem alle seine großen Langgedichte versammelt sind. Und am Schluss einen Spaziergang durch Kameruns Hauptstadt Yaounde, durch die Politik eines Landes, nur mit einem Wirt und seinem Hund, wie in Patrice Ngangangs Roman Hundezeiten.