Der Schriftsteller und Cartoonist Tex Rubinowitz hat den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen. Er wurde für seinen Text Wir waren niemals hier ausgezeichnet. Rubinowitz wurde 1961 in Hannover geboren und lebt in Wien.  

Seine Cartoons erscheinen unter anderem im Wiener Stadtmagazin Falter, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und im Satiremagazin Titanic. Er veröffentlichte zahlreiche Texte im Blog Riesenmaschine. Zudem tritt er seit 2008 in der ORF-Sendung Willkommen Österreich als "Frank Baumann, der Mann im Schrank" auf.

Insgesamt 13 Autorinnen und Autoren hatten um die Auszeichnung konkurriert. Rubinowitz hatte bei dem Wettlesen mit seinem witzig-lakonischen Beitrag überzeugt. Dabei haben humorige Texte in Klagenfurt traditionell eher geringe Chancen. "Eine wilde, schöne und sehr seltene Liebesgeschichte", begründete die Jury ihre Wahl.

Darin beschreibt der Ich-Erzähler eine lang vergangene Beziehung mit einem Mädchen aus Litauen, einem "durch und durch pragmatischen Menschen". Sie leckt an Batterien und lernt Koreanisch, er studiert Kunst.

Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird im österreichischen Klagenfurt vergeben. Er ist nach der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973) benannt und gilt als eine der renommiertesten Literaturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum.

Preise für Michael Fehr und Senthuran Varatharajah

Nach dreitägigem Wettlesen bei den 38. Tagen der deutschsprachigen Literatur wurden noch weitere Preise vergeben. Der in Bern lebende Autor Michael Fehr erhielt den Kelag-Preis in Höhe von 10.000 Euro für Simeliberg. Der in Sri Lanka geborene Senthuran Varatharajah gewann mit Vor der Zunahme der Zeichen den mit 7.500 Euro dotierten 3sat-Preis.

Den Ernst-Willner-Preis in Höhe von 5.000 Euro bekam die in Berlin lebende Autorin Katharina Gericke für Down, down, down. Den Publikumspreis über 7.000 Euro erhielt Gertraud Klemm aus Wien für Ujjayi, einen Text über ein Schreibaby.