Der renommierte Man Booker Prize für englischsprachige Literatur geht in diesem Jahr an den australischen Schriftsteller Richard Flanagan. Er erhält die mit 50.000 Pfund dotierte Auszeichnung für sein Werk The Narrow Road to the Deep North. Nominiert waren außerdem die britischen Autoren Howard Jacobson, Neel Mukherjee und Ali Smith sowie die US-Amerikaner Joshua Ferris und Karen Joy Fowler.

Flanagans Roman ist von den Erfahrungen seines Vaters inspiriert, der während des Zweiten Weltkriegs als Kriegsgefangener der Japaner am Bau der Thailand-Burma-Eisenbahn beteiligt war. Herzogin Camilla überreichte den Preis in London dem sichtlich gerührten Flanagan.

Seit diesem Jahr können Schriftsteller aus der ganzen Welt die Auszeichnung bekommen – vorausgesetzt, ihr Werk ist im Original in Englisch geschrieben und in Großbritannien erschienen. Zuvor war der Preis Autoren aus dem Königreich, dem Staatenbund Commonwealth und Irland vorbehalten gewesen.

Im vergangenen Jahr erhielt die neuseeländische Schriftstellerin Eleanor Catton den Preis für ihren zweiten Roman The Luminaries. Der Roman spielt im Neuseeland des 19. Jahrhunderts zur Zeit des Goldrausches. Catton beschreibt das Leben des Goldgräbers Walter Moody.