Der südafrikanische Schriftsteller und Apartheid-Gegner André Philippus Brink ist Medienberichten zufolge im Alter von 79 Jahren gestorben. Die südafrikanische Nachrichtenseite netwerk24 berichtet unter Berufung auf Brinks Ex-Frau, dass der Autor am Freitag während eines Flugs von Europa nach Kapstadt gestorben ist.

Der am 29. Mai 1935 in der Kleinstadt Vrede geborene Autor schrieb seine Werke auf Englisch und Afrikaans. Er wurde schon früh zum Apartheid-Gegner. Nur das Schreiben habe ihm ermöglicht, weiter in Südafrika zu leben, sagte Brink einmal. "Es war meine einzige Waffe, mit der ich gegen alles kämpfte, was mich bedrohte und ich als ungerecht empfand."

Brinks Roman "Kennis van die Aand" ("Blick ins Dunkel") war das erste auf Afrikaans geschriebene Buch, das von der Apartheid-Regierung verboten wurde. Der 1979 erschienene Roman "A Dry White Season" ("Weiße Zeit der Dürre") wurde 1989 mit Marlon Brando, Donald Sutherland und Susan Sarandon verfilmt. In seinen späteren Werken widmete sich Brink dem Leben im Südafrika der Post-Apartheid, etwa der ersten demokratischen Wahl im Jahr 1994.

Die Alleinherrschaft der Weißen seit 1948 habe das Beste in ihnen systematisch unterdrückt, stellte Brink einmal fest. Die Apartheid habe nur die ängstliche, unsichere Seite enthüllt, gekennzeichnet durch "Arroganz, Gemeinheit, Engstirnigkeit". In den 80er Jahren gehörte Brink zu einer Gruppe von Buren, die mit dem zu der Zeit verbotenen African National Congress über eine demokratische Zukunft Südafrikas diskutierten.

Brink unterrichtete lange Zeit Literatur an der Universität von Kapstadt. Er war mehrfach für den Nobelpreis für Literatur im Gespräch und wurde zweimal für den Booker Prize nominiert.