Der Ingeborg-Bachmann-Preis 2015 geht an die 35-jährige Nora Gomringer. Die Jury im österreichischen Klagenfurt zeichnete die in Neunkirchen an der Saar geborene Autorin für einen Text über einen tragischen Vorfall aus: Recherche handelt von der Autorin Nora Bossong, die in einem Hochhaus Bewohner zum Tod eines 13-Jährigen befragt, der von einem Balkon im fünften Stock gestürzt ist. 

Der Preis, der nach der österreichischen Autorin Ingeborg Bachmann benannt ist, ist mit 25.000 Euro dotiert. An den 39. Tagen der deutschsprachigen Literatur hatten insgesamt 14 Autoren teilgenommen.

Grominger hatte bisher vor allem Lyrik geschrieben. An einem Roman würde sie sich versuchen, wenn es ihre Arbeit als Leiterin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia zulasse, sagte sie, nachdem sie den Preis erhalten hatte.

Die Geschichte Das Bein der Österreicherin Valerie Fritsch wurde von der Jury mit dem Kelag-Preis ausgezeichnet, der mit 10.000 Euro dotiert. Sie erhielt auch den mit 7.000 Euro dotierten Publikumspreis. Weitere Preisträgerin ist die Rumänin Dana Grigorcea, die in Zürich lebt. Für ihren Text erhielt sie den mit 7.500 Euro dotierten 3-Sat-Preis.