Der Prix Concourt geht in diesem Jahr an den Franzosen Mathias Enard. Der 43-Jährige erhält den französischen Literaturpreis für seinen Roman "Boussole" (Kompass). Darin befasst sich Enard mit dem Bild des Orients in der westlichen Welt.

Der Prix Goncourt ist die renommierteste Literaturauszeichnung in der französischsprachigen Welt. Er ist mit nur zehn Euro dotiert, doch erreichen die ausgezeichneten Bücher gewöhnlich eine Auflage von 400.000 Exemplaren.

Enard zeigte sich "außerordentlich glücklich" über die Auszeichnung. Er war im Vorfeld neben Hédi Kaddour als Favorit für den Preis gehandelt worden. Der 43-jährige Kenner des Arabischen und Persischen lebt nach längeren Aufenthalten im Mittleren Osten in Barcelona.

Im Vorjahr war der Preis an die Schriftstellerin Lydie Salvyre für ihren Roman Pas Pleurer gegangen. Sie war eine von nur sechs Frauen, die seit 1975 ausgezeichnet wurden.