Der französische Schriftsteller Max Gallo ist am Dienstag in Südfrankreich gestorben. Das teilte sein Verlagshaus XO Éditions in Paris mit. Der 1932 in Nizza geborene Autor veröffentlichte etwa 100 Romane, Essays und Biografien. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Biografien historischer Persönlichkeiten wie Napoléon, Robespierre oder Charles de Gaulle.

Max Gallo leitete mehrere Publikationsreihen und war Kolumnist bei der französischen Wochenzeitung L'Express. Für DIE ZEIT kommentierte er 2007 die französische Präsidentschaftswahl.

Gallo war nicht nur Schriftsteller, sondern auch politisch aktiv. In den Achtziger Jahren war er Staatssekretär und Regierungssprecher unter Präsident François Mittenrand. Später vertrat er die Parti socialiste im Europäischen Parlament.

Vor zehn Jahren wurde Gallo in die Riege der 40 "Unsterblichen" der Académie française aufgenommen. Als er vor zwei Jahren seinen letzten Roman veröffentlichte, teilte Gallo mit, dass er an Parkinson leide.