Die Schriftstellerin Tanja Maljartschuk ist in Klagenfurt mit dem 42. Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet worden. Die 35-jährige Autorin stammt aus der Ukraine, lebt aber seit 2011 in Wien und schreibt inzwischen auf Deutsch, unter anderem auch für ZEIT ONLINE.

Maljartschuk erhielt die mit 25.000 Euro dotierte Ehrung für ihren Text Frösche im Meer. Darin thematisiert sie das fehlende Interesse der jüngeren Generation an ihren betagten Verwandten und die Probleme einer sozial ungleichen, von der Natur entrückten und xenophoben Gesellschaft. In einer ersten Reaktion sagte Maljartschuk, sie sei geschockt und habe nicht mit der Auszeichnung gerechnet.

Der Preis wird seit 1977 in Erinnerung an die in Klagenfurt geborene Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973) von einer Jury verliehen. Er gilt als eine der renommiertesten Literaturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum.

Der deutsche Schriftsteller und Kabarettist Bov Bjerg wurde als Zweitplatzierter mit dem Deutschlandfunk-Preis ausgezeichnet. In seinem Text Serpentinen beschreibt er Episoden aus dem Leben des Ich-Erzählers Höppner und dessen siebenjährigen Sohnes.