In Frankfurt hat die Jury die Shortlist für den Deutschen Buchpreis präsentiert. Im Finale um eine der wichtigsten Auszeichnungen im Literaturbetrieb stehen vier Frauen und zwei Männer: María Cecilia Barbetta, Maxim Biller, Nino Haratischwili, Inger-Maria Mahlke, Susanne Röckel und Stephan Thome sind für ihre neuen Romane nominiert worden.

"Fabulierend, spekulierend, verspielt"

Die Sprecherin der Jury, Christine Lötscher, beschrieb die Auswahl der sechs Bücher mit einem Zitat des Schriftstellers William Faulkner: "Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen."  Alle in diesem Jahr ausgewählten Romane folgten "fabulierend, spekulierend, verspielt" ganz unterschiedlichen Spuren der Vergangenheit.

Verliehen wird der Deutsche Buchpreis im Rahmen der Frankfurter Buchmesse vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. In diesem Jahr findet die Veranstaltung am 8. Oktober statt. Der Siegerin oder dem Sieger winken 25.000 Euro. Die weiteren Finalisten erhalten 2.500 Euro.

Im vergangenen Jahr war der österreichische Schriftsteller Robert Menasse für seinen Roman Die Hauptstadt geehrt worden.

Eine alphabetische Aufstellung der Autorinnen und Autoren mit ihren Romanen auf der Shortlist 2018:

  • María Cecilia Barbetta, Nachtleuchten
  • Maxim Biller, Sechs Koffer
  • Nino Haratischwili, Die Katze und der General
  • Inger-Maria Mahlke, Archipel
  • Susanne Röckel, Der Vogelgott
  • Stephan Thome, Gott der Barbaren