Im Vergewaltigungsskandal im Umfeld der Schwedischen Akademie ist der Beschuldigte, Jean-Claude Arnault, zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Der Angeklagte sei der Vergewaltigung in der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober 2011 schuldig, teilte ein Gericht in Stockholm mit. Arnault ist der Ehemann von Katarina Frostenson, die Mitglied in der Akademie ist, die den Nobelpreis für Literatur vergibt.

Infolge des Skandals traten mehrere Akademiemitglieder zurück, da die Akademie zunächst entschied, dass Frostenson trotz des Skandals um ihren Mann im Amt bleiben könne. Da die Mitglieder der Akademie völlig zerstritten sind, wurde in diesem Jahr die Vergabe des Literaturnobelpreises ausgesetzt.

Einem Bericht der Zeitung Svenska Dagbladet zufolge haben insgesamt 18 Frauen dem Franzosen sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Dabei handle es sich um Mitglieder der Akademie, Frauen oder Töchter von Akademiemitgliedern sowie Mitarbeiterinnen der Institution. Die Akademie hatte daraufhin alle Beziehungen zu Arnault beendet.

Arnaults Frau Frostenson soll dem Forum ihres Mannes über die Akademie Subventionen zugeschoben haben. Eine Anklage wegen Korruption wurde bereits früher aus Mangel an Beweisen fallengelassen.