Die britische Schriftstellerin Rosamunde Pilcher ist gestorben. Das teilte das ZDF, das viele ihrer Bücher verfilmt hatte, unter Berufung auf Pilchers langjährigen Produzenten mit. Zuvor hatte Pilchers Sohn Robin der britischen Zeitung The Guardian den Tod bestätigt. Sie starb demnach an einem Schlaganfall. Pilcher wurde 94 Jahre alt.

Die Britin war mit ihren Romanen eine der erfolgreichsten Schriftstellerinnen ihrer Zeit. Ihre Bücher waren die Grundlage von etlichen Filmen, die Millionen Zuschauer sahen, ganz besonders in Deutschland. In keinem anderen Land war Pilcher so bekannt wie hierzulande. Das ZDF produzierte aus ihren Vorlagen mehr als 100 Filme und schuf damit eines der erfolgreichsten Formate des deutschen Fernsehens.

Pilcher wurde 1924 in Lelant in England geboren. 1942 meldete sich zum Kriegsdienst und wurde zur Sekretärin ausgebildet. 1943 wurde sie nach Indien abkommandiert und blieb dort bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. In dieser Zeit veröffentlichte sie im Magazin Woman and Home ihre erste Kurzgeschichte. Nach der Rückkehr aus Indien lernte sie ihren Mann kennen und zog mit ihm ins schottische Dundee.

Neben ihrer Tätigkeit als Mutter und Hausfrau widmete sie sich weiter dem Schreiben. Zeitweise veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Jenny Fraser. Der Durchbruch gelang ihr 1987 mit der Reihe "Die Muschelsucher". Ihren letzten Roman veröffentlichte sie im Jahr 2000.