Der Schriftsteller und Grafiker Christoph Meckel ist tot. Der gebürtige Berliner starb am Mittwoch im Alter von 84 Jahren in Freiburg, wie der Carl Hanser Verlag mitteilte. Meckels Werk umfasst etwa 60 Bücher, darunter Lyrik, Prosa, Romane, Hörspiele, Grafiken und Zeichnungen.

Zu Meckels Schaffen zählen unter anderem 29 Gedichtbände, die 2015 in einer Gesamtausgabe unter dem Titel Tarnkappe erschienen. In Prosa war er 1978 mit der Liebesgeschichte Licht erstmals erfolgreich. Zwei Jahre später veröffentlichte er außerdem den autobiografischen Roman Suchbild. Über meinen Vater, in dem der Autor den Vater-Sohn-Konflikt der Nachkriegsgeneration thematisiert.

1983 stellte Meckel den Sammelband Ein roter Faden mit Erzählungen der zurückliegenden 25 Jahre vor. Den Roman Die Messingstadt mit apokalyptischen Visionen einer hoch technisierten Welt veröffentlichte Meckel 1991, bekannt ist er auch für seine Bände Suchbild. Meine Mutter, Eine Hängematte voll Schnee, Schlammfang, Dichter und andere Gesellen sowie für den Bericht Ein unbekannter Mensch. 2005 kam der Erzählband Einer bleibt übrig, damit er berichte heraus.

Für sein Schaffen wurde Meckel vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Johann-Peter-Hebel-Preis, dem Hölty-Preis, dem Rainer-Maria-Rilke-Preis für Lyrik und dem Georg-Trakl-Preis. Zuletzt bekam er in der vergangenen Woche in Ludwigsburg den Antiquaria-Preis zugesprochen, Meckel war aber bereits zu krank, um ihn entgegenzunehmen.