Die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse hat fünfzehn Nominierte für die diesjährige Verleihung vorgestellt. In der Kategorie Belletristik sind die Schriftsteller Ingo Schulze (Die rechtschaffenen Mörder) und Lutz Seiler (Stern 111) in der engeren Auswahl für den Preis, außerdem Leif Randt mit seinem Roman Allegro Pastell, Verena Günter mit Power und Maren Kames mit ihrem Lyrikband Luna Luna.

Das Jurymitglied Katrin Schumacher wies darauf hin, dass viele Werke in den Kategorien Belletristik und Sachbuch sich mit dem Jahr 1990 beschäftigen. "Dabei sind autobiografische und biografische Werke ebenso wie Texte, die ganz nah am Menschen sind." Der Juryvorsitzende Jens Bisky lobte die "großartigen" Neu- und Wiederentdeckungen in der Kategorie Übersetzung: "Es ist gelungen, auch sprachlich sehr schwierige Werke in ein ungeheuer angenehmes Deutsch zu übertragen voller Witz und Intelligenz."

Ingo Schulze gewann den Leipziger Buchpreis bereits 2007. Auch Lutz Seiler wurde bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Buchpreis 2014.

In der Kategorie Sachbuch und Essayistik wurden Bettina Hitzer (Krebs fühlen. Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts), Michael Martens (Im Brand der Welten. Ivo Andrić. Ein europäisches Leben), Armin Nassehi (Muster. Theorie der digitalen Gesellschaft), Julia Voss (Hilma af Klint. Die Menschheit in Erstaunen versetzen) und Jan Wenzel zusammen mit unter anderem Anne König und Andreas Rost (Das Jahr 1990 freilegen) nominiert.

Nominiert in der Kategorie Übersetzung sind Pieke Biermann (Fran Ross: Oreo), Luis Ruby (Clarice Lispector: Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau), Andreas Tretner (Angel Igov: Die Sanftmütigen), Melanie Walz (George Eliot: Middlemarch. Eine Studie über das Leben in der Provinz) und Simon Werle (Charles Baudelaire: Der Spleen von Paris).

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird in den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung verliehen. Aus 402 Einsendungen wurden jeweils fünf Werke in den drei Kategorien nominiert. Der Preis ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. Die drei Preisträgerinnen und Preisträger werden am 12. März auf der Leipziger Buchmesse gekürt.