Eng ist's in der Künstlergarderobe des Lido in Berlin. Auf dem Couchtisch drängen sich Flaschen, daneben Aluminiumschalen voll Reis und Sauce. Ein Dutzend Leute sind schon drin, ständig öffnet sich die Tür – noch ein paar Fragen vom Kassenwart, vom Tontechniker, von befreundeten Konzertgästen. Schluss damit und absolute Ruhe!

Die Sterne, alte Helden der Hamburger Schule, wollen ein Lied spielen für ZEIT ONLINE. Ach, aber wie bloß? Es liegt nur der Bass parat, unverstärkt klingt der nach nichts. Reicht vielleicht ein Pappkarton als Resonanzkörper? "Lasst uns doch eben den Verstärker von der Bühne holen", sagt der Sänger Frank Spilker. Da draußen ist schon alles aufgebaut, der Muskelmusiker Rummelsnuff wird gleich das Vorprogramm eröffnen. Also los! Die Sterne hieven den alten Verstärker von der Bühne, schieben ihn neben das Sofa und nehmen Platz.

Fehlt einer? Nein, sie sind nur zu dritt. Frank Spilker singt, Thomas Wenzel spielt den Bass und Christoph Leich das Schlagzeug, nun Schellenkranz. Der vierte Mann, Richard von der Schulenburg, hat sich nach neun Jahren von der Band getrennt. Klingt ihm alles zu anders jetzt. Die neue Maxi Der Riss haben Die Sterne mit Mathias Modica vom Münchener Disco-Label Gomma aufgenommen. Freilich, das prägt.

Aber was, wenn das elektronische Spielzeug fehlt? Dann hören wir die Hamburger Schule in Reinform: Neblige Lichter.

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