Es war eine anstrengende Tour, das kann man in Kalle Karlssons Gesicht lesen. Der Gitarrist der schwedischen Band Hellsongs wirkt matt, aber glücklich. Die Konzertreise ist zu Ende, nur noch dieser eine Auftritt im Berliner Magnet Club. Und kurz vorher eine kleine Akustik-Session für ZEIT ONLINE: Mit der Sängerin Siri Bergnéhr spielt er einen der Hellsongs-Hits von der neuen EP Pieces Of Heaven, A Glimpse Of Hell. Aus The Evil That Men Do, einem Gassenhauer der Heavy-Metal-Band Iron Maiden, wird süßer Pop.

Lounge Metal nennt das schwedische Trio sein Genre, eine präzise Bezeichnung seines Programms. Ähnlich der französischen Combo Nouvelle Vague, die alte Wave- und Punksongs zu Sambarhythmen tanzen lässt, nehmen sich die Hellsongs Klassiker von Metalbands wie Black Sabbath, Metallica, AC/DC und Slayer vor. Hartes Schlagwerk und schwere Gitarrenriffs weichen einer leichten, fast fröhlichen Stimmung. Sie beweisen, wie viel Melodie und Lyrik im Metal steckt. Und ganz nebenbei zitieren sie die großen Rockerposen auf liebevolle Art.

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