Gleich wird Patrick Wolf in seiner Garderobe verschwinden, um sich auf das Konzert im Berliner Astra Kulturhaus vorzubereiten. Dort wartet ein enger Anzug, genäht aus einem grauen Union Jack. Tuben mit Makeup liegen bereit, Lidschatten, Glitzerstaub, ein weiteres Kostüm aus goldenem Lurex, ein drittes, das aussieht wie die Haut eines Albino-Stachelschweins.

Warum wollen denn immer alle nur über seine Klamotten sprechen? Bitte keine Interviews mit Modejournalisten mehr, ermahnt er seine Presseagentin. Patrick Wolf ist ein gefragter Gesprächspartner, oft soll er über Mode, Homosexualität, Transgenderthemen reden, soll ein bisschen Farbe und Glamour in die Medien bringen.

Aber eigentlich ist der 25-Jährige doch nur ein Musiker. Und was er nicht alles kann: Sein Repertoire bewegt sich zwischen Folk und Industrial Rock. Die Ballade liegt ihm genauso wie der Hochglanzpopsong. Ein großer Entertainer. Geige, Klavier, Gitarre, Ukulele sind seine Instrumente – und natürlich seine beeindruckende Stimme.

Für ZEIT ONLINE spielt er ein Lied, das er noch nie zuvor live präsentiert hat. Careless Talk, das ihm der Filmmusikkomponist Angelo Badalamenti geschrieben hat, ist 2008 auf dem Soundtrack zu The Edge Of Love – Was von der Liebe bleibt erschienen.

Rekorder an!