Justin Bieber kommt aus der kanadischen Provinz und wurde 2009 schlagartig berühmt. Seitdem fliegen ihm die Mädchenherzen entgegen. Sein Debütalbum "My World" wurde von Usher produziert, jetzt ist es auch in Deutschland erschienen.

ZEIT ONLINE:
Justin, Du spielst einige Musikinstrumente. Bist Du ein Multitalent?

Justin Bieber: Ich habe schon sehr früh angefangen Instrumente zu spielen. Im Alter von zwei Jahren trommelte ich bereits. Als ich vier war, bekam ich ein Kinderschlagzeug. Mit fünf Jahren habe ich mit dem Klavier angefangen, und mit ungefähr zehn Jahren lernte ich Gitarre spielen. Gesungen habe ich mein ganzes Leben lang schon, aber erst mit zwölf begann ich, das Ganze ernst zu nehmen.

ZEIT ONLINE: Du bist in Armut aufgewachsen. Wie konnten Deine Eltern die Instrumente und den Unterricht finanzieren?

Bieber: Richtig viel Geld hatten wir nicht, das stimmt. Da meine Eltern in der Kirche aktiv sind, konnte ich die Instrumente benutzen, die es dort gab. Manchmal haben mir auch Freunde meiner Eltern Instrumente ausgeliehen oder geschenkt.

ZEIT ONLINE: Welche Musik magst Du?

Bieber: Ich höre alles querbeet. Zu meinen Vorbildern gehören Michael Jackson, Stevie Wonder und Boyz II Men. Als Michael Jackson starb, war das ein sehr trauriger Tag für mich. Ich konnte leider nicht zur Beerdigung gehen. Aber Usher sang auf dem Gedenkgottesdienst für Michael.

ZEIT ONLINE:Usher hat Dich unter Vertrag genommen. Justin Timberlake hatte Dir ebenfalls einen Vertrag angeboten. Warum hast Du Dich für Usher entschieden?

Bieber: Das hat mein Anwalt entschieden. Er hat die beiden Verträge geprüft. Justin war eigentlich genauso nett zu mir. Aber der Vertrag von Usher war der bessere.

ZEIT ONLINE: Wie ist Euer Verhältnis zueinander?

Bieber:  Als wir uns zum ersten Mal trafen, lehnte Usher mich ab. Zwei Wochen später schaute er sich meine Videos an. Dann ließ er mich nochmals nach Atlanta fliegen zum Vorsingen. Er war sehr beeindruckt und bot mir einen Vertrag an. Heute witzle ich manchmal mit ihm darüber.

ZEIT ONLINE: Du hattest Coverversionen seiner Lieder in Deinem Repertoire. War er nicht irritiert?

Bieber: Nein. Ich denke, es ist großartig, wenn die eigenen Lieder kopiert werden.

ZEIT ONLINE: Woher bekommst Du Deine Musik?

Bieber: Ich kaufe mir CDs oder lade mir die Musik von iTunes herunter. Oft entdecke ich neue Songs beim Radiohören.