Rekorder - ZEIT ONLINE Rekorder: Gisbert zu Knyphausen Gisbert zu Knyphausen spielt: "Melancholie"

Manche Musiker legen sich einen großen Namen zu, um Aufmerksamkeit zu erregen. Gisbert Wilhelm Enno Freiherr zu Innhausen und Knyphausen hat seinen Namen um fünf Worte verkürzt. Edle Zurückhaltung oder Pragmatismus – wie auch immer, das Publikum liebt ihn. Viel Eigenwerbung war dazu nicht nötig, seine Musik spricht für sich.

Als Gisbert zu Knyphausen im Jahr 2008 sein Debütalbum vorstellte, war er 29. Die schlichten, lakonischen und stimmungsvollen Lieder fanden viele Freunde, besonders Spieglein, Spieglein verbreitete sich schnell übers Internet.

Jetzt hat er eine neue Platte aufgenommen, voller Hafenromantik und Großstadtluft. So singt ein Hesse in Hamburg. Am 23. April erscheint das Album Hurra! Hurra! So nicht! Für ZEIT ONLINE spielt er hier die Single Melancholie.

"Ich kam von der Tour wieder, saß zu Hause und hätte eigentlich total glücklich sein müssen", sagt Gisbert zu Knyphausen im Interview über das Lied. "Stattdessen hat sich eine Unzufriedenheit und Traurigkeit hochgeschlichen, die mich so unglaublich genervt hat, weil sie mit den äußeren Umständen überhaupt nichts zu tun hatte. Deswegen musste auch dieser Kraftausdruck am Ende des Liedes sein, der nicht zurückgenommen wird."

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