Der Kaiser ist nett. Er spricht zum einfachen Volk, spielt mit streunenden Kindern, und er mag Pferde. So sehr, dass er gar Musik für sie komponiert. Normalerweise tanzt ein bunter Hofstaat um ihn herum. Wilde Zwitterwesen aus Mensch und Tier, unbändige Ballettpüppchen, und auch der Sensenmann gehören zur Entourage von Bonaparte . Gern zeigen sie sich auf der Bühne, dann wird Punkpop aufgespielt, dann ist Zirkuszeit.

Heute treffen wir den Kaiser ohne die Seinen in Berlin, dem Regierungssitz. Er hat zur Landpartie auf den Moritzhof geladen, nimmt Platz inmitten dampfenden Mists und greift zur Gitarre, um ein Lied anzustimmen. Doch halt! Wo ist die Kapelle? Ha, ein echter Bonaparte hat schon einen Plan. Die Begleitmusik hat er eigens für dieses Konzert auf eine Schallplatte ritzen lassen. My Horse Likes You will er zum Besten geben, so heißt auch sein neues Musikalbum. Im Hintergrund wiehern die Pferde.

Gestatten Seine Majestät in dieser klangvollen Idylle noch eine Frage: Über welchen kriegerischen Schachzug grübelt der Kaiser gerade? Nun, er kaufe alle Boxerschuhe und batteriebetriebenen Plattenspieler, die ihm begegnen. Ein Monopol, ein Imperium wolle er aufbauen. 

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