Musik: Carl Maria von Weber (1786-1826), Fünf Gesänge mit Gitarre op. 13 Nr. 2
Text: Franz Carl Hiemer (1768-1822)
Satz: nach Ludwig Erk (1807-1883)

1. Strophe
Schlaf, Herzenssöhnchen, mein Liebling bist du,
schließe die blauen Guckäugelein zu.
Alles ist ruhig und still wie im Grab,
schlaf nur, ich wehre die Fliegen dir ab'.

2. Strophe
Jetzt noch, mein Püppchen, ist goldene Zeit,
später, ach später ist's nimmer wie heut;
stellen erst Sorgen ums Lager sich her,
Herzchen, da schläft sich's so ruhig nicht mehr.

3. Strophe
Engel vom Himmel, so lieblich wie du,
schweben ums Bettchen und lächeln dir zu.
Später zwar steigen sie auch noch herab,
aber sie trocknen nur Tränen dir ab.

4. Strophe
Schlaf, Herzenssöhnchen, und kommt gleich die Nacht,
sitzt deine Mutter am Bettchen und wacht,
sei es so spät auch und sei es so früh,
Mutterlieb, Herzchen, entschlummert doch nie.
 

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