Life in Film wollen sich ihre Lorbeeren mit echtem Handwerk verdienen. Das Londoner Quartett versucht es auf eigene Faust, organisiert sich Gigs, Festivalauftritte, spielt und spielt und spielt. Im Sommer wurden die vier im schweißtriefenden Molotow auf der Reeperbahn bejubelt. Einige Wochen später verlassen sie die Insel, reisen durch die Nacht, um in Berlin für uns zu spielen. Ein Konzert im Magnet-Club rundet den Ausflug ab. Dominic, der Schlagzeuger, hat alles organisiert und vor lauter Stress die Rasseln in London vergessen. Und, auwei, woher eine akustische Linkshändergitarre für den Rekorderdreh nehmen? Der Kameramann hilft aus.

Mitte bis Ende zwanzig sind sie, alle haben einen Job, der ihnen die Miete sichert. Neben dem Studium haben sie sich zusammengefunden, ihre Single Sorry haben sie schon in Eigenregie veröffentlicht . Samuels Stimme trägt den leichten Indiepop von Life in Film. Eine fast historische Melancholie liegt in ihrem Klang, erinnert leise an die schluchzenden Crooner der Fünfziger.

Von Musik leben? Vielleicht in ein paar Jahren. Jetzt macht die Band erst einmal ihr Debütalbum fertig und sucht sich im Winter eine Plattenfirma, die ihr unter die Arme greift. Im Idealfall täte dann jeder, was er am besten kann – Musiker spielen und Agenten werben für sie. Es wäre den Vier zu wünschen.

Rekorder an!