Melodie: Engelbert Humperdinck (1854-1921), Leipzig 1901 (EHWV 115)
Text: Elisabeth Ebeling (1828-1905)

1. Strophe
Es schaukeln die Winde
das Nest in der Linde,
da schließen sich schnell
die Äugelein hell.
Da schlafen vom Flügel
der Mutter gedeckt
die Vögelchen süß
bis der Morgen sie weckt.

2. Strophe
Bei Mütterlein liegen
die Lämmer und schmiegen
aus Fell sich so dicht
und regen sich nicht.
Sie atmen so leise
und werden erst wach
beim Zwitschern der Schwalben
hoch oben am Dach

3. Strophe
Nur einzig die Sterne
am Himmel so ferne,
ob groß oder klein,
sie schlafen nicht ein,
sie schließen die strahlenden
Augen nicht zu, sie legen sich nicht
mit den andern zu Ruh.

4. Strophe
Wenn aber mit Lachen
die Kinder erwachen,
das Lämmchen sich reckt,
der Vogel sich streckt,
dann müssen die Sterne,
ob groß oder klein,sie müssen
ins himmlische Bettchen hinein.

5. Strophe
Dann der darf nicht singen
am Morgen und springen,
wer während der Nacht
herum tollt und wacht.
Drum schlaf nur, mein Liebling,
schlaf selig und fest,
wie's Lämmchen im Stall,
wie der Vogel im Nest!

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"Wiegenlieder" ist ein Gemeinschaftsprojekt von SWR2, dem Carus-Verlag und ZEIT ONLINE.