Familie und Freunde von Amy Winehouse haben sich zur Beerdigung der Sängerin auf einem Jüdischen Friedhof im Norden von London versammelt. Die Feier fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Neben Kamerateams und Fotografen warteten nur wenige Fans vor dem Edgwarebury Friedhof. 

Die Familie hatte um Privatsphäre für die Beisetzung gebeten. "Sie hinterlässt ein gähnendes Loch in unseren Leben", schrieben Angehörige am Sonntag und nannten Winehouse eine "wunderbare Tochter, Schwester, Nichte". Weiter hieß es: "Wir kommen zusammen, um ihrer zu gedenken, und wir wären für etwas Ruhe und Platz dankbar in dieser furchtbaren Zeit."

Zu den Gästen gehörten auch Prominente aus dem Musikgeschäft, unter anderem Kelly Osbourne, die Tochter des Musikers Ozzy Osbourne, und Mark Ronson, der Winehouse' Erfolgsalbum Back To Black produziert hatte. Die Familie Winehouse ist jüdischen Glaubens. Sie hatte keine Einzelheiten zu der Beerdigung bekanntgegeben. Britische Medien hatten zuvor berichtet, der Leichnam der Sängerin solle am Nachmittag im Norden Londons eingeäschert werden. Die Urne werde am nahe gelegenen Jüdischen Friedhof beigesetzt.

Die 27-jährige Winehouse war am 23. Juli tot in ihrer Wohnung im Londoner Stadtteil Camden gefunden worden. Sie war 2006 mit dem Album Back To Black weltweit bekannt geworden und hatte seit langem Probleme mit Drogen und Alkohol. Die Ursache ihres Todes wird nach Angaben der Polizei frühestens in zwei bis vier Wochen feststehen. Man warte auf die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen, hieß es von Scotland Yard. Der Tod der Sängerin werde jedoch als "nicht verdächtig" eingestuft, es sei kein Verbrechen anzunehmen.