Öffentliche Förderung ist ebenso wichtig: Es müssen vermehrt Gelder in die schon bestehende Veranstaltungsstruktur für Jazz investiert werden. Viele Clubs und Festivals kämpfen ums Überleben. In Berlin gibt es beispielsweise keine institutionalisierte Förderung von Jazz. Während die Stadt ihre landeseigenen Theater und Orchester im Jahr 2010 mit 254,8 Millionen Euro (14,3 Mio mehr als 2009) unterstützte, standen für Projektförderung, Studiopreise und Stipendien im Bereich Jazz nur 121.228 Euro bereit. Wir wollen die verschiedenen Förderungsbereiche nicht gegeneinander ausspielen. Aber wenn die Jahresförderung im Jazz dem entspricht, was die Stadt jeder Vorstellung des Deutschen Sinfonie Orchesters zuschießt (nämlich 299,31 Euro pro verkaufte Karte), stimmen die Proportionen nicht mehr.

Auch in Volker Schmidts Artikel werden viele wichtige Punkte angesprochen, wie die ausbauwürdige Spielstättenförderung und drastische Etatkürzungen beim Goethe-Institut. Aber was bringt das Lamentieren allein? Es muss gezeigt werden, wie prächtig sich der Jazz hierzulande entwickelt. Einzig die Musik, die vor Stärke und Fantasie strotzt, ist die Basis, auf der alles wachsen kann.

Betrachten Sie also die folgende Auflistung als Möglichkeit, unterschiedlichste Musikwelten zu entdecken, die hierzulande entstanden sind. Jede Liste ist unvollständig, jedoch führt jeder dieser Namen zu weiteren und lässt somit ein ansatzweise vollständiges Bild erahnen.

Wo bleibt der deutsche Jazz? Suchen Sie hier:

Rudi Mahall, Henrik Walsdorff, Achim Kaufmann, Christian Lillinger, Matthias Schriefl, Hyperactive Kid, Subtone, Robert Landfermann, Pierre Borel, Tobias Delius, Frank Gratkowski, Matthias Schubert, Olaf Rupp, Schneeweiß und Rosenrot, Soko Steidle, Talking Horns, Carl Ludwig Hübsch, Umlaut, John Schröder, Christina Fuchs, Christian Weidner, Ignaz Dinné, Axel Dörner, Jürgen Friedrich, Johannes Fink, Andromeda Mega Express Orchester, Ritsche Koch, Niels Klein, Johannes Schleiermacher, Jörn Marcussen-Wulff, Kalle Kalima, Florian Weber, Katrin Mickiewicz, Pablo Held, Die Enttäuschung, Rolf Kühn, Joachim Kühn, Alexander von Schlippenbach, Tony Hurdle, Ernst Bier, Felix Lehrmann, Tom Arthurs, Philip Zoubek, Gerhard Gschlössl, Gebhard Ullmann, Peter Brötzmann, David Friedman, Bodek Janke, Merkur, Yelena K, Almut Kühne, Eric Schaefer, Gerd Dudek, Christopher Dell, Steffen Schorn, Johnny Lamarama, Kölner Saxophon Mafia, Nils Wogram, Root 70, Gunter Hampel, Lauer Large, Sebastian Gille, Denis Gäbel, Angelika Niescier, Marc Schmolling, Antonis Anissegos, Michael Thieke, Wanja Slavin, Lotus Eaters, Carlos Bica, Der Rote Bereich, Gabriel Coburger, Julia Hülsmann Trio, Expressway Sketches, Antonio Borghini, Benjamin Weidekamp, Squakk, Christof Thewes, Tristan Honsinger, Steve Heather, Silke Eberhard Trio, Heinz Sauer, Michael Wollny, Shreefpunk, Uli Gumpert, Ernst-Ludwig Petrowsky, Uschi Brüning, Carsten Daerr Trio, Stefan Schultze,Transit Room, Octothorpe, Torsten Goods, Daniel Erdmann, Frank Möbus, Ed Partyka, Peter Weniger, Harvard Wiik, Florian Ross, Günther Baby Sommer, Dejan Terzic, Florian Trübsbach, Thomas Lehn, Paul Lovens, Conny Bauer, Johannes Bauer, Theo Jörgensmann, Michael Griener, Dieter Manderscheid, Henning Sieverts, Peter Bolte, Hannes Zerbe, Frederik Köster, DJ Illvibe und viele mehr.