Was für ein Dreh! Drei Stunden in praller Sonne auf dem Dach eines Kreuzberger Atelierhauses. Mit den Lokalhelden Bodi Bill, die in Berlin mühelos vier Konzerte in Folge ausverkaufen. Im März ist ihr drittes Album What? erschienen.

Zuerst muss jede Menge Elektronik hier raufgeschafft werden. Drei Pulte mit Laptops, Keyboard, Mixanlage, Kabel über Kabel und die Kameras. Während sich immer wieder ein paar Wolken vors anvisierte Himmelblau schieben, wird der Stellplan ausgehandelt. Mit Fernsehturm oder ohne? Lieber ein Blick auf die Spree? Oder eher auf das Schaf-Graffitto? Nebenan auf gleicher Höhe bauen Handwerker ein Edelloft aus. Neugierig lugen sie herüber: Wer wohl auftreten wird? Rod Stewart? Robbie Williams?

Es sind Fabian, Anton, Alex und ihr Mischer Endre. Unten im Haus haben sie ihren Proberaum, heute spielen sie open air . Woran keiner gedacht hat: Lautsprecher! Außer den Musikern und der Kamera hat niemand was von diesem kleinen Konzert. Die Bauarbeiter und das Filmteam sind Zeugen eines absurden Pantomimenspiels: Vier Mann zappeln, aber niemand hört, zu welchem Rhythmus. Fabians Gesang verliert sich in der schwülen Luft. Wie gut, dass die Kamera eine Standleitung zum Mischpult hatte.

Rekorder an!