Melodie und Text: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874), um 1835

1. Strophe
O wie ist es kalt geworden
und so traurig, öd und leer!
Raue Winde wehn von Norden,
und die Sonne scheint nicht mehr.

2. Strophe
Auf die Berge möcht ich fliegen,
möchte sehn ein grünes Tal,
möcht in Gras und Blumen liegen
und mich freun am Sonnenstrahl.

3. Strophe
Möchte hören die Schalmeien
und der Herden Glockenklang,
möchte freuen mich im Freien
an der Vögel süßem Sang.

4. Strophe
Schöner Frühling, komm doch wieder,
lieber Frühling, komm doch bald;
bring uns Blumen, Laub und Lieder,
schmücke wieder Feld und Wald!

5. Strophe
Ja, du bist uns treu geblieben,
kommst nun bald in Pracht und Glanz,
bringst nun bald all deinen Lieben
Sang und Freude, Spiel und Tanz.