Große Gewinnerin der 54. Grammy-Verleihung in Los Angeles ist die Britin Adele. Sie erhielt sechs Trophäen , darunter die Auszeichnungen für die Beste Single und das Beste Album. Ihre Platte 21 bekam auch den Preis als Bestes Popalbum. Das Video zu ihrem Hit Rolling in the Deep wurde zudem als Bestes Kurz-Musikvideo ausgezeichnet. Adele sang das Lied bei der Gala live und feierte damit ihr Comeback nach einer Stimmband-Operation im November. Außerdem erhielt die 23-jährige Sängerin mit ihrem Lied Someone Like You den Grammy für die Beste Sololeistung eines Popkünstlers.

Die zweiten Sieger des Abends waren die Foo Fighters , die mit fünf Grammophonen geehrt wurden. Dabei waren so wichtige Kategorien wie Bestes Rockalbum für Wasting Light und Bester Rocksong, der nach Meinung der Jury der Titel Walk war. Außerdem bekam die Band aus Seattle um den ehemaligen Nirvana-Schlagzeuger Dave Grohl noch die kleinen goldenen Grammophone für die Beste Rockdarbietung und die Beste Hardrockdarbietung. Und das Video zu Back And Forth wurde als Bestes langes Musikvideo geehrt. 


Die US-Folkband Bon Iver erhielt die Auszeichnung als Beste musikalische Neuentdeckung des Jahres und für das Beste Alternative-Album.

Komplett leer gingen hingegen die Deutschen aus – trotz fast einem halben Dutzend Nominierungen. Manfred Eicher , nominiert als Bester Jazz-Produzent, gewann ebenso wenig wie das Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester unter Marek Janowski, das mit drei Symphonien von Hans Werner Henze ins Rennen gegangen war. Lediglich die Münchner Softwarefirma Celemony hatte schon Anfang der Woche einen Spezialgrammy zugesprochen bekommen. Ihr Programm zur Musiksteuerung in Tonstudios hatte in der Branche für Aufmerksamkeit gesorgt.

Überschattet wurde die Verleihung vom Tod der Pop-Diva Whitney Houston . Der Rapper LL Cool J, der die 54. Grammys moderierte, sprach nach dem Eröffnungssong ein kurzes Gebet für Houston , die am Samstag mit 48 Jahren unter ungeklärten Umständen in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills gestorben war. Anschließend wurde ein Filmausschnitt gezeigt, in dem Houston ihren Hit I will always love you singt.

Musikredakteurin Rabea Weihser hat sich die Verleihung angeschaut und unter @zeitonline_kul getwittert.