Melodie: nach einem Baseler Soldatenlied, um 1850; Text: in zahlreichen Varianten überliefert, wohl zuerst im Kommersbuch der Tübinger Hochschule gedruckt (1853)

1. Strophe
Auf de schwäbsche Eisebahne
gibts gar viele Haltstatione:
Schtuegert, Ulm und Biberach,
Meckebeure, Durlesbach.

Trulla, trulla, tullala,
trulla, trulla, trullala,
Schtuegert, Ulm und Biberach,
Meckebeure, Durlesbach.

2. Strophe
Auf de schwäbsche Eisebahne
wollt emol a Bäuerle fahre,
geht an Schalter, lupft de Huet:
"Oi Billettle, seid so guet!" Trulla...

3. Strophe
Eine Geiß hat er si kaufet,
und dass sie ihm net verlaufet,
bindet sie der guete Ma
an de hintre Wage na. Trulla...

4. Strophe
"Böckle, tue nuer woidle springe,
's Futter wer' i dir scho bringe."
Zünd't sei stinkichs Pfeifle a,
hockt si zu sei'm Weible na. Trulla...

5. Strophe
Wia der Zug no wieder staut,
d'r Bauer nach sei'm Goißbock schaut,
find't er bloß no 'n Kopf und 's Soil
an dem hintre Wagedoil. Trulla...

6. Strophe
Da kriegt er en große Zore,
packt de Goißkopf bei de Ohre,
schmeißt en, was er schmeiße ka,
'm Konduktör an 'n Ranza na. Trulla...

7. Strophe
"So, jetzt kannsch de Schade zahle,
warum bisch so schnell au gfahre!
Du alloi bisch Schuld do dra,
dass i d'Goiß verlaure ha!" Trulla...

8. Strophe
So, jetzt wär des Liadle g'songe.
Hot's eich reacht in d'Ohre klonge?
Wer's no net begreife ka,
fang's no 'mol von vorne a! Trulla...

Die "Schwäbische Eisenbahn" war die erste durchgehende Bahnstrecke von Stuttgart nach Friedrichshafen (1850). Die Bewältigung der "Geislinger Steige" galt zu der damaligen Zeit als technische Meisterleistung.