Die Berliner Staatsanwaltschaft hat gegen den Rapper Bushido Anklage erhoben. Der 34-Jährige muss sich wegen Volksverhetzung, Beleidigung und Gewaltdarstellung verantworten.  

Die Anklage bezieht sich auf Bushidos umstrittenen Song Stress ohne Grund, der Tötungs- und Gewaltfantasien sowie schwulenfeindliche Parolen enthält. Namentlich werden darin Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Serkan Tören, Comedian Oliver Pocher und die Grünen-Chefin Claudia Roth genannt und beleidigt. Wowereit und Tören hatten daraufhin Strafanzeige gestellt.

Justizpressesprecher Tobias Kaehne sagte, es habe zahlreiche Strafanzeigen wegen des Songs gegeben. Das Amtsgericht Tiergarten entscheidet nun, ob die Anklage auch zugelassen wird. Bei einer Verurteilung droht dem Sänger eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. 

Das Lied steht seit Juli auf dem Index und gilt als gefährdend für Minderjährige. Nach Angaben der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in Bonn wirkt der Inhalt des Liedes verrohend, regt zu Gewalt an und diskriminiert Frauen sowie Schwule.