Tipps von Ulrich Stock

Wer kennt Francesca Baccolini, Andrea Belfi und Rocco Marchi? Ihre wortkargen Lieder klingen ähnlich gut wie ihre Namen, allerdings weniger italienisch als nach wildem Westen und anderen Wildnissen. Mit Lap Steel Guitar, Glockenspiel und Ölfasstrommel zieht die Hobocombo händeklatschend durch Country und Spaghetti Western, alle Genregrenzen in den Staub tretend. Aufgenommen in einem Berliner Obst-und-Gemüse-Studio, also auch urban-vegan. Hobocombo: Moondog Mask (Trovarobato)

Etwas sehen können, ohne die Augen öffnen zu müssen: Dieser Kracher läuft direkt auf dem Trommelfell. Eine heulende Verfolgungsjagd quer durch die Stadt, rätselhafte Signale aus dem All, ein triebhafter Mutant, ein narkotisierter Engel, Seelendiebe und Halbweltler und noch ein allerletzter Drink in der Titty-Twister-Bar. Die Stücke des Zürcher Saxofonisten und Hochschulprofessors Christoph Grab sind so tiefsinnig wie ein Action-Film und machen ähnlich viel Spaß. Jazz Quintett spielt James Bond. Science Fiction Theater: Dolly Shot (Traumton/Indigo)

Building The Building steht auf dem Cover dieses Debütalbums aus Hamburg. Auch die Musik ist doppelt: Zeitgleich erscheint Building (Part 2 of 2) auf einem anderen Label (Question & Answers). Die acht Rocknummern sind die gleichen, aber nicht dieselben. Ein Verwirrspiel – Hauptsache, man wird nie berühmt! Die Gefahr wird noch dadurch gemindert, dass dieses Trio sich um Hits nicht bemüht. Hier fließt alles dahin wie die Elbe bei Rothenburgsort – dunkel, sogartig. The Building: Building (Part 1 of 2) (Clouds Hill)