Am Samstagabend war Axl Rose zum ersten Mal seit 23 Jahren wieder mit seiner Band Guns 'N Roses aufgetreten. Jetzt bestätigt er Gerüchte, dass er als Sänger auch bei AC/DC aushelfen wird. Der 54-Jährige springt bei der australischen Rockband ein, nachdem deren Kopf Brian Johnson mitten in einer Welttournee aussteigen musste. AC/DC sind mit ihrem Gastsänger erstmals am 7. Mai in Lissabon zu hören, später unter anderem dann auch am 26. Mai in Hamburg und am 1. Juni in Leipzig. Guns N' Roses werden ihre Not-in-this-Lifetime-Tournach Roses Engagement fortsetzen.

Brian Johnson hatte Anfang März eine niederschmetternde Prognose erhalten: Wenn er nicht sofort eine Pause einlege, drohe ihm der Verlust seines Gehörs, warnten Ärzte. Da war die Band mit ihrer Rock-and-Bust-Tour in den USA unterwegs. Sie sagte die nächsten zehn Konzerte ab. Johnson ist wegen seiner unverwechselbaren Falsettstimme berühmt. Mit mehr als 200 Millionen verkauften Alben weltweit gilt AC/DC als eine der ganz großen Bands der Musikgeschichte.

"So sehr wir die Tour auch gern in der Besetzung beendet hätten, in der wir gestartet sind, respektieren wir Brians Entscheidung, die Tournee abzubrechen, um sein Gehör zu retten", teilte die Band mit. Es klang nach einem Abschied für immer: "Die Bandmitglieder möchten ihm für seinen Beitrag und seinen Einsatz in der Band in all den Jahren danken. Wir wünschen ihm alles Gute, mit der Gehörsache und mit zukünftigen Projekten."

AC/DC hat in jüngerer Vergangenheit einiges verkraften müssen: Die Band verkündete den endgültigen Abschied von Malcolm Young, der an Demenz leidet. Er hatte die Gruppe 1973 mit seinem Bruder Angus gegründet, der als Leadgitarrist weiter dabei ist. Der mit Suchtproblemen kämpfende ehemalige Schlagzeuger Phil Rudd wollte eigentlich mit auf die Tournee, fiel aber aus, weil er in Neuseeland mit dem Gesetz in Konflikt geriet. Die Konzerte in den USA sollen nachgeholt werden.