Der US-Popstar Prince hat offenbar kurz vor seinem Tod einen Entzug von Schmerzmitteln geplant. Das berichtet der Minnesota Star Tribune. Demnach hatte Prince für den Tag nach seinem Tod einen Termin mit dem Arzt Howard Kornfeld verabredet. Kornfeld ist auf die Behandlung von Opiat-Süchtigen spezialisiert.

Der Arzt sei von einem Mitarbeiter des Sängers kontaktiert worden, weil ein "ernster medizinischer Notfall" vorgelegen habe, sagte Kornfelds Anwalt, William Mauzy, der Zeitung. Allerdings habe Kornfeld, der eine Entzugsklinik in Kalifornien leitet, nicht umgehend anreisen können. Stattdessen schickte er laut dem Star Tribune seinen Sohn Andrew, der den Gesundheitszustand von Prince aufnehmen und die weiteren Schritte vorbereiten sollte. "Der Doktor plante eine lebensrettende Mission", sagte Mauzy.

Als Kornfelds Sohn beim Anwesen des Sängers in Chanhassen eintraf, konnten die Mitarbeiter des Sängers Prince zunächst nicht finden. Andrew Kornfeld sei dabei gewesen, als der leblose Körper von Prince gefunden wurde, sagte Mauzy.

Todesursache weiterhin unklar

In US-Medien war schnell spekuliert worden, dass eine Abhängigkeit von Schmerzmitteln ursächlich für den Tod sein könnte. Die Website TMZ hatte berichtet, Prince sei sechs Tage vor seinem Tod wegen einer Drogenüberdosis in einem Krankenhaus behandelt worden. Entgegen der Empfehlung der Ärzte sei Prince nicht 24 Stunden lang zur Beobachtung in der Klinik geblieben, sondern habe sie bereits nach drei Stunden wieder verlassen.

Offiziell ist die Todesursache weiterhin unklar. Bis ein endgültiger Obduktionsbericht vorliegt, könnten Wochen vorgehen. Die Polizei von Minnesota hatte einen Tag nach dem Tod erste Erkenntnisse bekannt gegeben und einen Suizid sowie ein Gewaltverbrachen für unwahrscheinlich erklärt.