Sein plötzlicher Tod im April hatte weltweit für Bestürzung gesorgt. Jetzt haben sich die Gerüchte bestätigt: Der Musiker Prince ist an einer Überdosis Schmerzmittel gestorben. Der Autopsiebericht liegt vor. Darin heißt es, Prince habe das starke Schmerzmittel Fentanyl genommen. Das Mittel gilt als 50 mal stärker als Heroin.

Am 21. April war Prince leblos auf seinem Anwesen Paisley Park in Chanhassen, einem Vorort von Minneapolis, gefunden worden. Er wurde 57 Jahre alt. Nach der Obduktion hatten Ermittler zunächst gesagt, es gäbe  keine Hinweise darauf, dass Prince an einem Suizid, einer Überdosis Drogen oder einem Verbrechen gestorben sei.

Wenige Tage zuvor soll Prince gesundheitliche Probleme gehabt haben. So soll er Mitte April auf dem Rückweg von einem Konzert in Atlanta wegen einer Grippe in einem Krankenhaus behandelt worden sein. Sein Flugzeug hätte wegen seiner ernsten Beschwerden notlanden müssen, teilte das Management mit. Ein Konzert wurde abgesagt, wenige Tage später stand Prince aber auf der Bühne.

Mit seinem einzigartigen Stil zwischen R&B, Funk, Rock und Soul galt Prince als einer der vielseitigsten und wandlungsfähigsten Künstler seiner Zeit. Seinen Durchbruch feierte er Ende der 1970er Jahre mit dem Hit Wanna Be Your Lover. Einen ersten Welterfolg erzielte er 1984 mit dem Song Purple Rain, nach dem auch das Erfolgsalbum und ein Film benannt sind. Vielen gilt es als eines der besten Alben der Musikgeschichte. Prince wurde sieben Mal mit einem Grammy Award geehrt. Er gewann für den Film Purple Rain einen Oscar und erhielt einen Golden Globe Award. Fünf seiner Singles standen auf Platz eins der US-Charts, 14 weitere schafften es in die Top Ten.