Der Status-Quo-Gitarrist Rick Parfitt ist am Samstag verstorben. Er erlag im Alter von 68 Jahren einer schweren Infektion in einem Krankenhaus in Spanien, wie der Manager der Band auf der Facebook-Seite der britischen Rocker mitteilte. Parfitt sei bereits am Donnerstag in die Klinik in Marbella eingeliefert worden, weil es Komplikationen nach einer Schulteroperation gegeben habe.

Laut seinem Manager hatte Parfitt für das Jahr 2017 vorgehabt, ein eigenes Album und eine Autobiografie herauszubringen.

Der Gitarrist wurde am 12. Oktober 1948 geboren und wuchs in einer Kleinstadt südlich von London auf. Mit elf Jahren lernte er Gitarre spielen, inspiriert vom englischen Jazz- und Skiffle-Musiker Lonnie Donegan. 1967 stieg Parfitt bei Status Quo ein. Den Durchbruch schaffte die Band Anfang der 70er Jahre mit einer Reihe von eher ungeschliffenen, rockigen Hits wie "Paper Plane" oder "Caroline".

Danach wichen Status Quo nur selten von ihrem Erfolgsrezept ab – eingängige Melodien, drei Akkorde – und verkauften damit mehr als 120 Millionen Platten. 1985 spielten sie "Rocking All Over The World" zum Auftakt von Bob Geldofs "Live Aid" im Londoner Wembley-Stadion vor 100.000 Menschen.

Parfitts erste Ehe zerbrach, als seine zweijährige Tochter Heidi im Pool in seinem Haus in Surrey ertrank. Mit seiner dritten Ehefrau Lyndsay Whitburn und ihren gemeinsamen Zwillingen lebte er zuletzt im spanischen Málaga.

Sein exzessiver Lebensstil hatte späte Folgen: 1997 überstand er den ersten Herzinfarkt, gefolgt von Kehlkopfkrebs und zwei weiteren Herzinfarkten. Den vierten Infarkt hatte er im Juni 2016 nach einem Konzert in der Türkei – für Minuten sei Parfitt "praktisch tot" gewesen, sagte der Bandmanager damals.

Im Oktober 2016 gab Parfitt daher bekannt, dass er mit Status Quo nicht mehr auftreten werde. Er hinterlässt Ehefrau Lyndsay Whitburn und vier Kinder.