Der US-amerikanische Jazzsänger Al Jarreau ist tot. Er starb im Alter von 76 Jahren, wie sein Agent Bob Zievers bestätigte. Erst fünf Tage zuvor hatte Jarreau bekannt gegeben, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr live spielen zu können

Er sei mit Erschöpfung in ein Krankenhaus in Los Angeles gebracht worden, bekomme dort hervorragende ärztliche Betreuung und sei langsam auf dem Weg der Besserung, hieß es in einer Mitteilung auf seiner Website vom Mittwoch. Auf ärztlichen Rat hin habe er alle für dieses Jahr geplanten Auftritte abgesagt und trete in "vollständiger Trauer" vom Tour-Leben ab.

"Er ist dankbar für seine 50 Jahre, in denen er die Welt im Priestertum durch Musik bereist hat und für alle, die dies mit ihm teilten - sein treues Publikum, die engagierten Musiker und so viele andere, die seine Bemühungen unterstützten", hieß es auf der Webseite weiter.

Im vergangenen Jahr war er noch einer Einladung des damaligen US-Präsidenten Barack Obama ins Weiße Haus gefolgt. In Dresden stand er zuletzt bei den Jazztagen auf der Bühne. Als charismatischer Gesangsvirtuose wird er mit seinem Charme und Witz in vielen Ländern verehrt. Sieben mal gewann er den Us-amerikanischen Musikpreis, den Grammy Award. Als einziger Künstler überhaupt erhielt er die Musikpreise in drei unterschiedlichen Kategorien – Jazz, Pop sowie Rhythm and Blues.

Geboren wurde Al Jarreau im März 1940 in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin. Während seines Psychologiestudiums am Ripon College von Wisconsin trat er regelmäßig in Nachtclubs auf. Mit 35 Jahren fiel Jarreau einem Talentsucher des Plattenlabels Warner Brothers auf. Kurz darauf erschien seine erste Platte mit dem Titel We got by