Israel hat den Eurovision Song Contest 2018 gewonnen. Deutschland erreichte Platz vier. Die Sängerin Netta Barzilai bekam für ihr schrilles, von Korea-Pop beeinflusstes Lied Toy die meisten Punkte (529) von Jurys und Publikum. Es ist der vierte Sieg von Israel in der Geschichte des ESC. Zuletzt gewann vor 20 Jahren die Sängerin Dana International.

Auf Platz zwei kam Zypern (Eleni Foureira mit Fuego) und auf Rang drei Österreich (Cesár Sampson mit Nobody But You).

Deutschlands Kandidat Michael Schulte landete mit der melancholischen Popballade You let me walk alone über den Tod seines Vaters unter den 26 Finalisten auf Platz vier. Der 28-Jährige schnitt damit so gut ab wie seit 1999 kein deutscher Beitrag mehr – mit Ausnahme von Lena, die 2010 gewann. Er beendete die Serie der Misserfolge der vergangenen drei Jahre, als Deutschland jeweils immer nur Letzter oder Vorletzter geworden war.

Barzilais Sieg bedeutet, dass ihr Land nächstes Jahr den Grand Prix ausrichten darf. "Auf ein nächstes Mal in Jerusalem", rief sie dem Publikum zu, als sie ihren Preis entgegennahm.

Insgesamt haben am ESC in Lissabon dieses Jahr 43 Länder teilgenommen. 17 Beiträge wurden in den beiden Semifinals am Dienstag und Donnerstag aussortiert. Im vergangenen Jahr hatte der Portugiese Salvador Sobral mit dem stillen Lied Amar pelos dois gewonnen und so den Song Contest in sein Heimatland geholt. Den ESC gibt es seit 1956.