Nach Antisemitismusvorwürfen haben die Rapper Kollegah und Farid Bang die KZ-Gedenkstätte in Auschwitz besucht. Das teilte das Internationale Auschwitz Komitee mit, das die Musiker eingeladen hatte.

Der Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, begleitete die Musiker. Er sagte zu der Begegnung: "Für die Auschwitz-Überlebenden ist der Besuch der Rapper eine Genugtuung und auch eine Geste an ihre jungen Fans, dass Hass, Menschenverachtung und Antisemitismus in keiner Kunst einen Platz haben sollten."

Farid Bang und Kollegah hatten trotz Antisemitismusvorwürfen den Musikpreis Echo erhalten. In einem Lied der beiden heißt es: "Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen". Im Kollegah-Video Apokalypse ist ein Mann mit Davidstern-Ring als Drahtzieher einer Banken-Weltverschwörung zu sehen. 

Die Verleihung des Musikpreises an die beiden Rapper hatte für einen Skandal gesorgt, der Echo wurde schließlich abgeschafft. Etliche Künstler hatten zuvor ihre Auszeichnungen aus Protest zurückgegeben.