The Prodigy - Keith Flint ist tot Der Frontmann der Band The Prodigy ist im Alter von 49 Jahren gestorben. Ihren größten Erfolg feierten sie 1997 mit dem Album "The Fat of the Land". © Foto: Ed Jones/AFP/Getty Images

Keith Flint, langjähriger Sänger der britischen Band The Prodigy, ist tot. Das gab die Band auf Twitter und auf ihrer Facebook-Seite bekannt und bestätigte damit entsprechende Berichte britischer Medien, darunter der Zeitungen The Guardian und The Sun sowie der Nachrichtenagentur PA.

"Zutiefst geschockt und mit Traurigkeit bestätigen wir den Tod unseres Bruders und Freundes Keith Flint", teilte The Prodigy mit. Die Band würdigte den exzentrischen Sänger als "wahren Pionier, Innovator und Legende". Flint werde "für immer vermisst werden".

Wie Flints Bandkollege Liam Howlett auf der offiziellen Instagram-Seite der Band mitteilte, hat sich der Sänger "am Wochenende" das Leben genommen. Zuvor hieß es, die Polizei stufe den Tod als "nicht verdächtig" ein, ging also von keinem Verbrechen aus.

Nach Informationen der Sun fand man den Musiker am Vormittag leblos in seinem Haus in der Grafschaft Essex. Die Zeitung zitiert einen Polizisten, dem zufolge man "in Sorge um das Wohl eines Mannes" zu dem Haus gerufen wurde. Leider habe man dann den Tod des 49-Jährigen feststellen müssen. Auch die Hilfe herbeigerufener Sanitäter kam demnach zu spät.

Flint gehörte seit den ersten Tagen von The Prodigy zu Beginn der Neunzigerjahre zu der Band, in der er zunächst als Tänzer auftrat. Nachdem er 1996 mit der Single Firestarter sein Debüt als Sänger feierte, trug er maßgeblich dazu bei, die Band zu einer der einflussreichsten Bands aus der Rave-Szene zu machen. Mit einer Mischung aus intensiven Breakbeats und Punk-Elementen kreierte die Band einen unverkennbaren Mix, der sie von der Underground-Szene in die populäre britische Musikshow Top of the Pops brachte.

Monate nach den Veröffentlichungen der Singles Firestarter und Breathe kam das dazugehörige Album The Fat of the Land im Juni 1997 in die Läden, bescherte der Band Platz Eins in vielen Charts und avancierte zur meistverkauften Platte jenes Jahres. Für Aufsehen sorgte die Auskopplung Smack My Bitch Up: Das Video zu dem Song wurde wegen seiner Darstellung von Gewalt, Drogen und Sex unter anderem in den USA und Großbritannien verboten. Daraufhin kündigten The Prodigy ihren Rückzug an und veröffentlichten in den folgenden Jahren zunächst nichts mehr.

So wie die übrigen Mitglieder von The Prodigy – Liam Howlett, Leeroy Thornhill und Keith Palmer alias Maxim Reality – widmete sich Flint von da an eigenen Projekten. Die Veröffentlichung seines ersten Soloalbums scheiterte jedoch.

Seit Mitte der Nullerjahre ging Flint wieder zusammen mit The Prodigy auf Tour. Die Band veröffentlichte auch mehrere neue Alben. An den Erfolg der Neunzigerjahre konnte die Band jedoch nicht mehr anknüpfen.