Das Album Sonny Black des Rappers Bushido ist nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig zu Recht als jugendgefährdend eingestuft worden. Damit korrigierten die Richter das Urteil der Vorinstanz und bestätigten die Entscheidung der Bundesprüfstelle, das Album auf den Index für jugendgefährdende Medien zu setzen. Bushido nahm an der Verhandlung selbst teil.

"Die hemmungslose Gewaltdarstellung zieht sich durch die Titel", sagte Richter Thomas Heitz. Frauen und Homosexuelle würden durch vulgäre Sprache herabgewürdigt. 

Es sei schwierig mit der Rapper-Sprache in einer "komplett anderen Abteilung auf Verständnis zu stoßen", sagte Bushido nach der Verhandlung. Er sei "abgeschmiert auf ganzer Linie", allerdings habe er sich auch keine großen Hoffnungen gemacht. Er wolle künftig weniger Gründe für Indizierungen liefern. "Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass ich nicht frauen- und schwulenfeindlich bin", sagte Bushido.

Seit 2015 darf sein Album Sonny Black nicht an Kinder und Jugendliche verkauft werden. Damals landete es auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien.