Die Bratschistin Tabea Zimmermann erhält in diesem Jahr den Ernst von Siemens Musikpreis. Der Preis gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen für Musik weltweit und ist mit 250.000 Euro dotiert. Die Ernst von Siemens Musikstiftung lobte Zimmermanns tiefes musikalisches Verständnis und ihre "bedingungslose Liebe zu Musik" sowie ihre künstlerische Integrität. Mit unermüdlichem Enthusiasmus gestalte sie die musikalische Gegenwart auf eindrückliche Art und Weise und habe das Interesse vieler zeitgenössischer Komponisten für die Bratsche geweckt, hieß es in einer Mitteilung der Stiftung.

Der Preis soll der Musikerin am 11. Mai im Münchner Prinzregententheater überreicht werden. Der Preis wird seit 1973 jedes Jahr an Komponisten, Interpreten und Musikwissenschaftler vergeben und wird auch als Nobelpreis der Musik bezeichnet. Die Auszeichnung wird im Auftrag der 1972 vom Industriellen Ernst von Siemens gegründeten Stiftung von der Bayerischen Akademie der schönen Künste vergeben.

Zimmermann wurde 1966 im baden-württembergischen Lahr im Schwarzwald geboren. Mit drei Jahren fing sie an, Bratsche zu spielen, ab dem Alter von fünf spielte sie auch Klavier. Später studierte sie an der Musikhochschule in Freiburg und am Mozarteum Salzburg. Mittlerweile lebt die Musikerin in Berlin. Sie tritt häufig mit Kammermusik-Ensembles auf, spielte aber auch mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra in Amsterdam oder dem London Symphony Orchestra. Ihr besonderes Interesse gilt der Neuen Musik.