Neil Peart ist tot. Im Alter von 67 Jahren starb der Schlagzeuger der kanadischen Rockband Rush im US-Bundesstaat Kalifornien an einem Hirntumor, teilte die Band mit. Demnach starb Peart bereits am Dienstag.

"Mit gebrochenem Herzen und tiefster Traurigkeit teilen wir die schreckliche Nachricht, dass unser Freund, unser Bruder und Partner Neil am Dienstag einen langen Kampf von dreieinhalb Jahre gegen einen Hirntumor verloren hat", schrieb die Gruppe auf Twitter.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau betrauerte den Tod des Drummers: "Wir haben eine Legende verloren", schrieb Trudeau. "Aber sein Einfluss und sein Vermächtnis werden immer in den Herzen von Musikliebhabern in Kanada und rund um die Welt weiterleben."

Peart wurde 1952 in Hamilton im kanadischen Bundesstaat Ontario geboren. 1974 wurde Teil der Band Rush und ersetzte Schlagzeuger John Rutsey. Für die Band, die von Kritikern für ihre oft modernisierte Mixtur aus Hardrock, Heavy Metal, Pop, Progressive und Alternative Rock gefeiert wurde, schrieb er auch Texte. Rolling Stone bezeichnete sie als belesene und philosophische Texte. Das Musikmagazin listete Peart als viertbesten Drummer der Welt.

2013 wurde Rush in die "Rock and Roll Hall of Fame" aufgenommen. Allein in den USA verkaufte die Band 25 Millionen Alben. Bis 2015 tourte Peart noch mit Rush um die Welt. Der Schlagzeuger war zweimal verheiratet. Er hatte zwei Töchter, von denen eine 1997 im Alter von 19 Jahren bei einem Autounfall starb.