Der Jazzmusiker Wolfgang Dauner ist tot. Der Pianist und Komponist starb in Stuttgart nach längerer Krankheit im Alter von 84 Jahren, wie seine Frau bestätigte.

Über Jahrzehnte war Dauner eine der prägenden Figuren der deutschen Jazzszene. Legendär sind seine Auftritte mit den German All Stars und dem United Jazz + Rock Ensemble. Zu seinen musikalischen Partnern zählten unter anderen Albert Mangelsdorff, Volker Kriegel, Ack van Rooyen und Charlie Mariano.

Der Stuttgarter begann seine Laufbahn in den Fünfzigerjahren in den amerikanischen Jazzclubs der Stadt. 1963 gründete er das Wolfgang-Dauner-Trio. Weitere Projekte kamen hinzu, auch jenseits der eigenen Bühne: Im Laufe seiner Karriere schrieb Dauner Musik für Film, Fernsehen, Theater und Musicalbühnen. Als Komponist, Bandleader und Arrangeur arbeitete er mit internationalen Größen zusammen.

"Wolfgang Dauner hat sich um die Entwicklung eines neuen Jazz in Deutschland besondere Verdienste erworben", würdigte Peter Ortmann, ein früheres Vorstandsmitglied der Union Deutscher Jazzmusiker, Dauner schon vor seinem Tod.  

Bis 2017 lud er noch zu öffentlichen Konzerten. Zuletzt war er vor allem in Süddeutschland auf Tour, vereinzelt auch in Hamburg, Wien oder Basel. Einen Teil seiner Konzerte bestritt er mit seinem Sohn, dem Schlagzeuger Florian Dauner.